Früher war alles ganz anders und manche sagen auch – früher war alles viel besser. Vor allen Dingen zu Weihnachten besinnen sich viele Leute auf das vergangene, feiern gemeinsam das Fest der Freude. Unter Kerzenschein lauschen wir der Stille des Winters und stellen wieder einmal fest, dass die schönsten Dinge des Lebens nichts kosten. Und überhaupt – im nächsten Jahr sollten wir alle bescheidener sein.
Und doch ist alles ganz anders zu diesem Weihnachten. Angefangen hat es bei der Wunschliste. Keine Grafikkarte, kein neues Spiel, keine CD der neusten Band. Alles altmodisch. Stattdessen ein einfacher Link zur Amazon Wunschliste. Ein Filmobjektiv, Klamotten, Handschuhe. Und jetzt heißt es schnell sein, wie von alleine werden einzelne Wünsche von der Liste gestrichen. Die Wunschliste entsteht über Crowd Sourcing und über Social Media wird sie auch abgearbeitet. Hier ein lol, dort ein like, irgendwie geht alles ganz leicht und schnell – und es macht auch Spaß. Gemeinsam halt, oder social, wie man heute sagt.
Im Büro klingelt dann täglich einer von vielen Kurierdiensten. DHL, UPS, Transimpex, Deutsche Post, die Boten ächzen und bringen täglich mehrere Pakete von Manufaktum, Nike, Nespresso, vor allen Dingen von Amazon, wir wussten ja schon immer das Jeff Bezos eine rote Nase hat. Unglaublich aber wahr – seit man im iPad Geschenke auswählen kann und mit nur wenigen Klicks bestellen kann, hat keiner mehr Stress in der Weihnachtszeit. Die Konjunktur brummt, die Pakete stapeln sich. Alle sind so entspannt, dass sie auf Facebook gemütlich das neuste Adventstürchen aufmachen, dort gibt es Gutscheine, Bilder, Geschichten und jeder Klick wird im größten Sozialen Netzwerk verteilt und verbreitet, als Werbung verpackt und wiederverwendet, die sogenannte “Engagement Rate” steigt unaufhörlich, sowie der pre-IPO Wert des größten (B)Engelsnetzwerkes.
Weihnachtskarten von den Kunden gibt es kaum noch. Die Weihnachtsbotschaften lassen sich auf dem Smartphone ja auch umweltschonender löschen und das ist nachhaltiger und geht übrigens auch viel schneller. Die innovativsten Mails kann man sogar liken und so wird die frohe Botschaft über Land und Leute verteilt. Wie früher halt, in der guten alten Zeit.
Nur den Weihnachtsbaum muss man noch selber holen. Vielleicht wird sich das nie ändern. Männer lieben das und der Trend geht ja wieder zum selber schlagen mit einer Axt und so. Auf dem Weg nach Hause piepst das iPhone und meldet, dass man in der Nähe vom Weihnachtswald ist. Wenn man über Foursquare eincheckt bekommt man einen Glühwein umsonst, nachdem man einen Baum geschlagen hat. Logisch und irgendwie schmeckt dieser Glühwein besonders gut.
Doch irgendwie verfliegt die Zeit schneller in diesem Jahr. Schon ist der 4. Advent angekommen und es fehlen noch ein paar Geschenke. Vom Schnee fehlt jeder Spur und erst wenn man in Google “let it snow” eingibt kommt etwas Weihnachtsstimmung auf. Auf dem Sofa mit dem iPhone gespielt und all die schönen Fotos von diesem Jahr betrachtet. Ja, früher hat man noch Tagelang an einem Fotobuch gebastelt. Die Software ist ständig abgestürzt und dann kam das Paket zu spät an. Heute ist das anders. Mit 3 Klicks ist im www.clixxie-fotobuch.de ein persönliches Fotobuch auf dem iPhone erstellt und wird innerhalb von 24 Stunden als hochwertiges Fotobuch an den glücklichen Empfänger geschickt. Der liked das und wir sowieso.
Ja, früher war alles anders – aber heute ist es auch nicht schlecht. Irgendwie ursprünglich, so ganz ohne PC. Frohe Weihnachten!
Und hier noch die neuste Werbung von Apple zu dem Thema: